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<title>Mestize</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Mestize</span></h1>
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<p><b>Mestize</b> (<a href="Franz%C3%B6sische_Sprache" title="Französische Sprache">französisch</a> <i>métis</i>, <a href="Portugiesische_Sprache" title="Portugiesische Sprache">portugiesisch</a> <i>mestiço</i>, <a href="Spanische_Sprache" title="Spanische Sprache">spanisch</a> <i>mestizo</i>, <a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">englisch</a> <i>mestee;</i> von <a href="Latein" title="Latein">spätlateinisch</a> <i>mixticius</i> „Mischling“) bezeichnet im <a href="Deutsche_Sprache" title="Deutsche Sprache">Deutschen</a> die Nachfahren von <a href="Europ%C3%A4er" title="Europäer">Europäern</a> und der <a href="Indigene_V%C3%B6lker" title="Indigene Völker">indigenen Bevölkerung</a> vor allem <a href="Lateinamerika" title="Lateinamerika">Lateinamerikas</a>.
</p><p>Die Bezeichnung entstammt den <a href="Romanische_Sprachen" title="Romanische Sprachen">romanischen Sprachen</a> und kam in der Zeit des <a href="Kolonialismus" title="Kolonialismus">Kolonialismus</a> auf. Der heutige Sprachgebrauch unterscheidet sich in verschiedenen Ländern und Sprachen zum Teil erheblich. Im Brasilianischen kann <i>mestiço</i> als „Mischling“ übersetzt werden oder sich speziell auf die Nachkommen europäischstämmiger und <a href="Afrobrasilianer" title="Afrobrasilianer">afrobrasilianischer</a> Eltern beziehen. Auch in den französischsprachigen Gebieten Lateinamerikas wird der Begriff sowohl für „Mischlinge“ mit Indigenen als auch mit <a href="Schwarze" title="Schwarze">Schwarzen</a> verwendet.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Die_Bezeichnung_„Mestize“_im_deutschen_Sprachraum"><span id="Die_Bezeichnung_.E2.80.9EMestize.E2.80.9C_im_deutschen_Sprachraum"></span>Die Bezeichnung „Mestize“ im deutschen Sprachraum</h2></div>
<p>Im Deutschen wendete man früher die Bezeichnung für <a href="Nachkomme" title="Nachkomme">Nachfahren</a> von Weißen und Indigenen in Lateinamerika an, während <a href="Nachkomme" title="Nachkomme">Nachkommen</a> eines schwarzen und eines weißen Elternteils als <a href="Mulatte" title="Mulatte">Mulatten</a> bezeichnet wurden.
</p><p>Heutzutage wird allgemein eine Bezeichnung verschiedener <a href="Ph%C3%A4notyp" title="Phänotyp">Phänotypen</a> des Menschen (im allgemeinen Sprachgebrauch auch „<i>Rassen</i>“) als <a href="Political_correctness" class="mw-redirect" title="Political correctness">politisch nicht korrekt</a> abgelehnt. Nach Ansicht von Kritikern entstammt die Bezeichnung „Mestize“ der Kolonialzeit und seinerzeitigen anthropologischen und <a href="Rassentheorie" title="Rassentheorie">rassentheoretischen</a> Vorstellungen. Als Unterform der Bezeichnung „Mischling“ wird <i>Mestize</i> als <a href="Rassismus" title="Rassismus">rassistisch</a> klassifiziert.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Spanischsprachiges_Lateinamerika_und_Karibik">Spanischsprachiges Lateinamerika und Karibik</h2></div>

<p>Im <a href="Kastensystem" class="mw-redirect" title="Kastensystem">Kastensystem</a> des kolonialen Lateinamerika (System der <i><a href="Castas" class="mw-redirect" title="Castas">castas</a></i>) wurden ursprünglich Kinder, bei denen ein Elternteil europäischer und der andere <a href="Indianer" title="Indianer">indianischer</a> Herkunft war, <i>mestizo</i> genannt. Auch Kinder, deren beide Eltern Mestizen waren, erhielten diese Bezeichnung, während für Kinder mit einem anderen Mischungsverhältnis andere Bezeichnungen verwendet wurden, wie zum Beispiel <i>castizo</i>, <i>cuarterón de indio</i> und <i><a href="Cholo" title="Cholo">cholo</a></i>. Heutzutage werden alle Menschen mit europäischen und indianischen Vorfahren Mestizen genannt, die Bezeichnung wird jedoch je nach Region entweder als diskriminierend oder rassistisch empfunden, anderenorts aber auch als Eigenbezeichnung verwendet.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Für Personen afrikanisch-europäischer Herkunft verwendet man andere Bezeichnungen wie <a href="Mulatte" title="Mulatte">Mulatte</a> oder <i>morena</i> (weibliche Form) bzw. <i>moreno</i> (männliche Form).
</p><p>In <a href="Chile" title="Chile">Chile</a> und <a href="Costa_Rica" title="Costa Rica">Costa Rica</a> werden Mestizen und Menschen europäischer Herkunft als eine Volksgruppe gezählt. Genetische Untersuchungen haben ergeben, dass 65&nbsp;% der Chilenen indianische und europäische Vorfahren haben, aber auch Personen mit <i>rein</i> spanischer Abstammung sind keine Seltenheit.<sup id="cite_ref-Chile_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-Chile-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In <a href="Argentinien" title="Argentinien">Argentinien</a> liegt der Anteil von Menschen mit gemischter Herkunft nach genetischen Untersuchungen bei 56&nbsp;%, jedoch ist der Anteil indianischer Merkmale nur bei 13&nbsp;% deutlich.<sup id="cite_ref-Argentinien_4-0" class="reference"><a href="#cite_note-Argentinien-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <i>Mestizo</i> werden hier nur die gemischten Nachkommen von Indianern und Afrikanern genannt. Die Einwohner Puerto Ricos sehen sich als <i>weiße</i> Bevölkerungsgruppe, obwohl nach genetischen Untersuchungen mindestens 60&nbsp;% indianische Vorfahren haben. Die ethnisch-nationale Bezeichnung <i>Puertoricaner</i> hat hier eine größere Bedeutung als eine ethnisch-rassische Zuordnung. In Honduras, Panama und geringerem Maße Mexiko haben die Mestizen auch einen Anteil afrikanischer Abstammung.
</p><p>In Mexiko und Peru wird <i>mestizo</i> auch im kulturellen Sinne verwendet. Als mestizo werden Personen bezeichnet, die nach traditioneller indianischer Weise leben, z.&nbsp;B. mit Kleidung, Gebräuchen oder indianischen Sprachen. Außerdem werden die meisten afrikanischstämmigen Mexikaner als <i>mestizo</i> bezeichnet aufgrund ihres Festhaltens an afrikanischen Traditionen, weniger aufgrund ihrer Herkunft. Ansonsten werden sie oft als <i>ladino</i> bezeichnet, entsprechend den „europäischen“ Einwohnern. Diese kulturelle Zuordnung führt teilweise zu Irritationen bei der Einteilung der Bevölkerung nach der Herkunft, im Falle Mexikos entsteht so ein Mestizenanteil von bis zu 80&nbsp;%, da die indianische Bevölkerung einfach dazugezählt wird. Die Zahlen von Peru und Mexiko sind ohnehin nur Schätzungen, da bei Volkszählungen kein Unterschied bei der ethnischen Zugehörigkeit gemacht wird. Die Muttersprache der Mehrzahl der Mestizen ist Spanisch (in Belize Englisch).
</p><p>In den meisten lateinamerikanischen Ländern stellen Mestizen die Bevölkerungsmehrheit oder einen großen Bevölkerungsanteil:
</p>
<table class="hintergrundfarbe-basis" style="border:solid 0px #479429;" cellspacing="0" cellpadding="10">

<tbody><tr style="vertical-align:top;">
<td style="width:33%;">
<ul><li><span style="display:none">Paraguay</span><span class="mw-image-border noviewer" typeof="mw:File"><a href="Paraguay" title="Paraguay"></a></span>&nbsp;<a href="Paraguay" title="Paraguay">Paraguay</a> – 95&nbsp;%<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><span style="display:none">Costa Rica</span><span class="mw-image-border noviewer" typeof="mw:File"><a href="Costa_Rica" title="Costa Rica"></a></span>&nbsp;<a href="Costa_Rica" title="Costa Rica">Costa&nbsp;Rica</a> – 94&nbsp;% Europäer und Mestizen<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><span style="display:none">El Salvador</span><span class="mw-image-border noviewer" typeof="mw:File"><a href="El_Salvador" title="El Salvador"></a></span>&nbsp;<a href="El_Salvador" title="El Salvador">El Salvador</a> – 90&nbsp;%<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><span style="display:none">Guatemala</span><span class="noviewer" typeof="mw:File"><a href="Guatemala" title="Guatemala"></a></span>&nbsp;<a href="Guatemala" title="Guatemala">Guatemala</a> – 56&nbsp;%<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><span style="display:none">Honduras</span><span class="noviewer" typeof="mw:File"><a href="Honduras" title="Honduras"></a></span>&nbsp;<a href="Honduras" title="Honduras">Honduras</a> – 90&nbsp;%<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><span style="display:none">Venezuela</span><span class="noviewer" typeof="mw:File"><a href="Venezuela" title="Venezuela"></a></span>&nbsp;<a href="Venezuela" title="Venezuela">Venezuela</a> – 75–80&nbsp;% Mestizen und Mulatten<sup id="cite_ref-Fischer_2007_10-0" class="reference"><a href="#cite_note-Fischer_2007-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
</td>
<td style="width:33%;">
<ul><li><span style="display:none">Panama</span><span class="mw-image-border noviewer" typeof="mw:File"><a href="Panama" title="Panama"></a></span>&nbsp;<a href="Panama" title="Panama">Panama</a> – 65<sup id="cite_ref-Fischer_2007_10-1" class="reference"><a href="#cite_note-Fischer_2007-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>–70&nbsp;%<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><span style="display:none">Chile</span><span class="mw-image-border noviewer" typeof="mw:File"><a href="Chile" title="Chile"></a></span>&nbsp;<a href="Chile" title="Chile">Chile</a> – 65&nbsp;%<sup id="cite_ref-Chile_3-1" class="reference"><a href="#cite_note-Chile-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><span style="display:none">Nicaragua</span><span class="mw-image-border noviewer" typeof="mw:File"><a href="Nicaragua" title="Nicaragua"></a></span>&nbsp;<a href="Nicaragua" title="Nicaragua">Nicaragua</a> – 69&nbsp;%<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><span style="display:none">Ecuador</span><span class="noviewer" typeof="mw:File"><a href="Ecuador" title="Ecuador"></a></span>&nbsp;<a href="Ecuador" title="Ecuador">Ecuador</a> – 65&nbsp;%<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><span style="display:none">Mexiko</span><span class="mw-image-border noviewer" typeof="mw:File"><a href="Mexiko" title="Mexiko"></a></span>&nbsp;<a href="Mexiko" title="Mexiko">Mexiko</a> – 60&nbsp;%<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><span style="display:none">Kolumbien</span><span typeof="mw:File"><a href="Kolumbien" title="Kolumbien"></a></span>&nbsp;<a href="Kolumbien" title="Kolumbien">Kolumbien</a> – 58&nbsp;% (+14&nbsp;% <i>mulatto</i>)<sup id="cite_ref-Fischer_2007_10-2" class="reference"><a href="#cite_note-Fischer_2007-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
</td>
<td style="width:33%;">
<ul><li><span style="display:none">Belize</span><span class="mw-image-border noviewer" typeof="mw:File"><a href="Belize" title="Belize"></a></span>&nbsp;<a href="Belize" title="Belize">Belize</a> – 49&nbsp;%<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><span style="display:none">Peru</span><span class="mw-image-border noviewer" typeof="mw:File"><a href="Peru" title="Peru"></a></span>&nbsp;<a href="Peru" title="Peru">Peru</a> – 44&nbsp;%<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><span style="display:none">Bolivien</span><span class="mw-image-border noviewer" typeof="mw:File"><a href="Bolivien" title="Bolivien"></a></span>&nbsp;<a href="Bolivien" title="Bolivien">Bolivien</a> – 30&nbsp;%<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-Fischer_2007_10-3" class="reference"><a href="#cite_note-Fischer_2007-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<ul><li><span style="display:none">Kuba</span><span class="noviewer" typeof="mw:File"><a href="Kuba" title="Kuba"></a></span>&nbsp;<a href="Kuba" title="Kuba">Kuba</a> – 26,6&nbsp;% gemischte Herkunft<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<ul><li><span style="display:none">Argentinien</span><span class="mw-image-border noviewer" typeof="mw:File"><a href="Argentinien" title="Argentinien"></a></span>&nbsp;<a href="Argentinien" title="Argentinien">Argentinien</a> – 13&nbsp;%<sup id="cite_ref-Argentinien_4-1" class="reference"><a href="#cite_note-Argentinien-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><span style="display:none;">Uruguay</span><span class="mw-image-border noviewer" typeof="mw:File"><a href="Uruguay" title="Uruguay"></a></span>&nbsp;<a href="Uruguay" title="Uruguay">Uruguay</a> – 8&nbsp;%<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Brasilien">Brasilien</h2></div>
<p>In <a href="Brasilien" title="Brasilien">Brasilien</a> wird das Wort <i>mestiço</i> allgemein für Menschen gemischter Herkunft verwendet. Ihr Anteil an der Bevölkerung wird mit 38,5&nbsp;% angegeben.<sup id="cite_ref-Fischer_2007_10-4" class="reference"><a href="#cite_note-Fischer_2007-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Menschen mit europäisch-indianischer Abstammung nennt man <i><a href="Caboclo" title="Caboclo">caboclos</a></i> oder etwas veraltet <i>mamelucos</i>, Personen afrikanisch-indianischer Herkunft <i>cafuso/cafuzo</i>. Der <a href="27._Juni" title="27. Juni">27. Juni</a> wird im brasilianischen <a href="Amazonas_(Brasilien)" title="Amazonas (Brasilien)">Bundesstaat Amazonas</a> als <i>Dia do Mestiço</i> (<i>Tag des Mestizen</i>) begangen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kanada">Kanada</h2></div>

<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="M%C3%A9tis" title="Métis">Métis</a></i></div>
<p>In <a href="Kanada" title="Kanada">Kanada</a> sind die Métis als eigene ethnische Gruppe anerkannt. Sie gelten als Ureinwohner Kanadas, nicht aber als <a href="First_Nation" class="mw-redirect" title="First Nation">First Nation</a>, womit sie rechtlich eine Sonderstellung haben. Sie sind die Nachkommen von Indianern, hauptsächlich <a href="Cree" title="Cree">Cree</a>, <a href="Ojibway" class="mw-redirect" title="Ojibway">Ojibway</a> und <a href="Saulteaux" title="Saulteaux">Saulteaux</a>, und <a href="Franzosen" title="Franzosen">französischen</a> und <a href="Engl%C3%A4nder" title="Engländer">englischen</a> Einwanderern. Ihre Geschichte reicht bis in das 17. Jahrhundert zurück. Als eigenes Volk wurden sie im frühen 18. Jahrhundert anerkannt. Sie leben in <a href="Manitoba" title="Manitoba">Manitoba</a>, <a href="Alberta" title="Alberta">Alberta</a> und <a href="Saskatchewan" title="Saskatchewan">Saskatchewan</a>, Teilen <a href="Ontario" title="Ontario">Ontarios</a>, <a href="British_Columbia" title="British Columbia">British Columbias</a> und der <a href="Nordwest-Territorien" title="Nordwest-Territorien">Nordwest-Territorien</a> und in Teilen der nördlichen <a href="USA" class="mw-redirect" title="USA">USA</a>, wie <a href="North_Dakota" title="North Dakota">North Dakota</a> und <a href="Montana" title="Montana">Montana</a>. Traditionell sprechen sie die <a href="Mischsprache" title="Mischsprache">Mischsprache</a> <a href="Michif" title="Michif">Michif</a>, die aus Französisch und der Sprache der Cree entstand. In Kanada leben laut der Volkszählung von 2001 etwa 292.000 Métis. Die Anzahl der Métis wird auf insgesamt 300.000 bis 700.000 geschätzt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Vereinigte_Staaten_von_Amerika">Vereinigte Staaten von Amerika</h2></div>
<p>In den <a href="USA" class="mw-redirect" title="USA">USA</a> werden Nachkommen von Europäern und Indianern, die aus Lateinamerika stammen, als <i>mestizo</i> bezeichnet, während man für „Einheimische“ die Bezeichnung <i>mixed-blood</i> verwendet. Heute als <a href="Indigene_V%C3%B6lker" title="Indigene Völker">indigene Gruppen</a> anerkannte Ethnien sind die <a href="Gen%C3%ADzaros" title="Genízaros">Genízaros</a>, die von <a href="Hispanisierung" title="Hispanisierung">hispanisierten</a> Indianern und Spaniern abstammen, die gemischt indianisch-europäisch-afrikanischen <a href="Lumbee" title="Lumbee">Lumbees</a> aus North Carolina und die <a href="Lenni_Lenape#Ramapough_Lenape_Nation" title="Lenni Lenape">Ramapough Lenape Nation</a> New Jerseys sowie die <a href="Schwarze_Seminolen" title="Schwarze Seminolen">Schwarzen Seminolen</a> der Südstaaten. Die allgemeine Bezeichnung lautet <i>multiracial</i>. Ein Teil der mexikanischen US-Amerikaner aus dem Südwesten der USA, der ursprünglich zu Mexiko gehörte, bezeichnet sich selbst als <i>metizo</i>, hier vor allem die Gruppe der <a href="Chicano" title="Chicano">Chicano</a>.
</p><p>Von den über 35 Millionen <i><a href="Hispanics" title="Hispanics">Hispanics</a></i>, die in der Volkszählung 2000 in den USA gezählt wurden, bezeichneten sich 42,2&nbsp;% als „einer anderen Rasse“ angehörig, 47,9&nbsp;% ordneten sich zu den <i>Weißen Hispanics</i> ein. Aus mehreren Rassen stammend bezeichneten sich 6,3&nbsp;% der Hispanics.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine historische Persönlichkeit mit <i>mixed-blood</i> in den USA war zum Beispiel <a href="Jean_Baptiste_Charbonneau" title="Jean Baptiste Charbonneau">Jean Baptiste Charbonneau</a>, der mit seiner indianischen Mutter <a href="Sacagawea" class="mw-redirect" title="Sacagawea">Sacagawea</a> auf einer <a href="United_States_Dollar" class="mw-redirect" title="United States Dollar">Dollarmünze</a> abgebildet wurde.
</p><p>Im amerikanischen Südosten gibt es viele Mestee-Gruppen. Die meisten sind klein, aber einige, wie die <a href="Lumbee" title="Lumbee">Lumbee</a> und die <a href="Melungeon" title="Melungeon">Melungeon</a>, umfassen viele Mitglieder. Die Melungeon sind eine Volksgruppe, die in den <a href="Appalachen" title="Appalachen">Appalachen</a> lebt. Ihre Angehörigen stammen von mehreren Volksgruppen ab, vermutlich von Europäern, Afrikanern und Indianern.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Philippinen">Philippinen</h2></div>

<p>In der frühen spanischen Kolonialzeit bezeichnete <i>mestizo</i> nur Personen gemischter <a href="Philippinen" title="Philippinen">philippinisch</a>-<a href="Spanien" title="Spanien">spanischer</a> oder philippinisch-<a href="Mexiko" title="Mexiko">mexikanischer</a> Herkunft. Die Bedeutung änderte sich aber bald zu einem Synonym für „gemischte Rassen“. Heute gelten alle Filipinos mit Vorfahren aus unterschiedlichen <a href="Ethnie" title="Ethnie">ethnischen Gruppen</a> als <i>mestizos</i>. Eine genetische Untersuchung ergab, dass 3,6&nbsp;% der philippinischen Bevölkerung spanische, mexikanische oder andere europäische Vorfahren hat.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Außerdem gibt es hier etwa 300.000 <a href="Philippinische_Chinesen" title="Philippinische Chinesen">chinesisch-philippinische</a> und 20.000 <a href="Japaner" title="Japaner">japanisch</a>-philippinische Mestizen. Personen gemischt-asiatischer Herkunft werden auch <i>chinito</i> genannt. Andere Bezeichnungen für Personen chinesisch-philippinischer Herkunft sind <i>sangley</i> oder <i>tsinoy</i>. Personen spanisch-chinesischer Herkunft werden <i>Tornatras</i> genannt. Auf den Philippinen, anders als in Lateinamerika, haben es die Mestizen schon früh geschafft, politische und wirtschaftliche Macht zu erlangen. Mit ein Grund war die nur kleine Gruppe von <i>insulares</i>, Filipinos rein spanischer Herkunft.
</p><p>Im 19. Jahrhundert wurden die meisten Bewegungen und Revolten gegen die spanische Kolonialmacht von philippinischen Mestizen angeführt – genannt sei der <a href="Nationalheld" title="Nationalheld">Nationalheld</a> <a href="Jos%C3%A9_Rizal" title="José Rizal">José Rizal</a>, ein philippinisch-chinesischer <i>mestizo</i>. Damit waren sie gut positioniert, um auch nach der Unabhängigkeit von den USA eine entscheidende Rolle zu spielen. Der erste Präsident der <i>Ersten Philippinischen Republik</i>, <a href="Emilio_Aguinaldo" title="Emilio Aguinaldo">Emilio Aguinaldo</a>, war chinesischer Filipino, der erste Präsident des <a href="Commonwealth_der_Philippinen" title="Commonwealth der Philippinen">Commonwealth der Philippinen</a>, <a href="Manuel_L._Quez%C3%B3n" class="mw-redirect" title="Manuel L. Quezón">Manuel L. Quezón</a>, spanischer Filipino.
</p><p>Heute bilden die Mestizen eine der kleinsten Minderheiten der Philippinen, kontrollieren aber weiterhin Wirtschaft und Politik. Spanische Filipinos bildeten lange die Mehrheit der Ober- und Mittelschicht und mischten sich nur wenig mit anderen ethnischen Gruppen. Viele besetzen hohe Positionen in der Politik, Wirtschaft und Industrie, aber auch im Sport. Auch die chinesischen Filipinos gehören der Ober- und Mittelschicht an und kontrollieren weite Teile der philippinischen Wirtschaft.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Osttimor">Osttimor</h2></div>

<p>Nachkommen aus Beziehungen zwischen Portugiesen und der ursprünglichen Bevölkerung <a href="Osttimor" title="Osttimor">Osttimors</a> werden <i>mestiços</i> genannt. Wie auf den Philippinen haben die Mestizen hier großen Einfluss auf Wirtschaft und Politik. Sie gehörten bereits zur Kolonialzeit zur heranwachsenden Elite und hatten gelegentlich sogar Zugang zu portugiesischen Universitäten. So gründeten sie auch 1974 die ersten Parteien Osttimors. Der <a href="Friedensnobelpreis" title="Friedensnobelpreis">Friedensnobelpreisträger</a> <a href="Jos%C3%A9_Ramos-Horta" title="José Ramos-Horta">José Ramos-Horta</a> ist <i>mestiço</i>. Ebenso die einflussreiche Familie <a href="Carrascal%C3%A3o" title="Carrascalão">Carrascalão</a>. 1.400 (Stand 2015)<sup id="cite_ref-Cen2015_24-0" class="reference"><a href="#cite_note-Cen2015-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> der gut eine Million zählenden Einwohner Osttimors nennen Portugiesisch als ihre Muttersprache. In Australien leben seit der Besetzung Osttimors durch Indonesien 1974 viele Osttimoresen. Andere sind nach Mosambik oder Portugal geflohen. Ein Teil kehrte mit Erlangung der Unabhängigkeit zurück in ihre alte Heimat.
</p><p>Nach der großangelegten Invasion der Portugiesen ins Innere <a href="Timor" title="Timor">Timors</a> 1642 nahm die Einwanderung der <a href="Topasse" title="Topasse">Topasse</a> (auch <i>Bidau</i> oder <i>schwarze Portugiesen</i> genannt) nach Timor zu. Die Topasse waren Nachfahren von portugiesischen Soldaten, Seeleuten und Händlern, die Frauen von <a href="Solor" title="Solor">Solor</a> und <a href="Larantuka" title="Larantuka">Larantuka</a> heirateten. Sie bestimmten maßgeblich die Entwicklungen auf Timor im 17. und 18. Jahrhundert und kontrollierten den <a href="Sandelholzbaum" title="Sandelholzbaum">Sandelholzhandel</a>. Unterstützt wurden sie dabei von den <a href="Dominikaner" title="Dominikaner">Dominikanern</a>. Zentrum der Topasse wurde <a href="Lifau" title="Lifau">Lifau</a>, die damalige Hauptbasis der Portugiesen auf Timor. Die Topasse bildeten im Kampf um die Herrschaft über die Insel zwischen <a href="Niederlande" title="Niederlande">Niederländern</a>, Portugiesen und Timoresen einen wichtigen Machtfaktor. Die Administratoren der <a href="Distrikt_(Osttimor)" class="mw-redirect" title="Distrikt (Osttimor)">Distrikte</a> waren am Ende der portugiesischen Kolonialzeit fast ausschließlich Mestizen. Nur einer der 13 war Europäer.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die portugiesische Kreolsprache Osttimors, <i>Português de Bidau</i>, starb in den 1960ern aus. Die Sprecher verwendeten nach und nach öfter das Standard-Portugiesisch. <i>Bidau</i> wurde nahezu nur von den Topasse im Stadtteil <a href="Bidau" title="Bidau">Bidau</a>, im Osten der Hauptstadt <a href="Dili" title="Dili">Dili</a> gesprochen.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Sri_Lanka">Sri Lanka</h2></div>
<p>Auch in <a href="Sri_Lanka" title="Sri Lanka">Sri Lanka</a> wurden Nachkommen von Portugiesen und Einheimischen (<a href="Singhalesen" title="Singhalesen">Singhalesen</a> und <a href="Tamilen" title="Tamilen">Tamilen</a>) <i>mestiço</i> oder <i>casados</i> genannt. Ihre Geschichte beginnt im 16. Jahrhundert, nachdem <a href="Vasco_da_Gama" title="Vasco da Gama">Vasco da Gama</a> den Seeweg nach Indien entdeckt hatte. Als die Niederländer die Küsten des damaligen Ceylon eroberten, suchten die <i>mestiços</i> Zuflucht im <a href="K%C3%B6nigreich_Kandy" title="Königreich Kandy">Königreich Kandy</a>, das im Landesinneren unter singhalesischer Kontrolle blieb. Im 18. Jahrhundert vermischten sich die <i>mestiços</i> teilweise mit Niederländern. Diese Nachkommen von Portugiesen, Niederländern, Tamilen und Singhalesen werden <i><a href="Burgher" title="Burgher">Burgher</a></i> genannt (0,2&nbsp;% der Bevölkerung).<sup id="cite_ref-Fischer_2007_10-5" class="reference"><a href="#cite_note-Fischer_2007-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Einige von ihnen sprechen heute noch Portugiesisch, andere <a href="Niederl%C3%A4ndische_Sprache" title="Niederländische Sprache">Niederländisch</a>, weswegen zwischen niederländischen und portugiesische Burgher differenziert wird. In den ländlichen Regionen hatten die Portugiesen einen deutlichen Einfluss auf die Gesellschaft, Kultur und Verwaltung Sri Lankas. Mindestens 1000 Wörter der <a href="Singhalesische_Sprache" title="Singhalesische Sprache">singhalesischen Sprache</a> stammen aus dem Portugiesischen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Andere_Länder_in_Asien"><span id="Andere_L.C3.A4nder_in_Asien"></span>Andere Länder in Asien</h2></div>

<p>Etwa ein Prozent der Einwohner <a href="Macau" title="Macau">Macaus</a> sind gemischter portugiesisch-chinesischer Herkunft.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Hier wird diese Volksgruppe <i><a href="Macanesen" title="Macanesen">macaense</a></i> genannt. Manchmal werden auch alle Einwohner Macaus als <i>macaense</i> bezeichnet. Die eigentlichen <i>macaense</i> bilden die wohlhabende Schicht in der ehemaligen portugiesischen Kolonie. Sie sprechen eine eigene <a href="Kreolsprache" title="Kreolsprache">Kreolsprache</a>, die <a href="Macaista" title="Macaista">Patuá oder Macanesisch (Macaista Chapado)</a> genannt wird. Viele <i>macaense</i> sind vor der Rückgabe Macaus an <a href="Volksrepublik_China" title="Volksrepublik China">China</a> 1999 nach Portugal, Australien, Brasilien, Kanada, Peru und die USA ausgewandert.
</p><p>In <a href="Goa" title="Goa">Goa</a>, dem ehemaligen <a href="Portugiesisch-Indien" title="Portugiesisch-Indien">Portugiesisch-Indien</a>, wurden Nachkommen portugiesisch-indischer Eltern ebenfalls als <i>mestiço</i> bezeichnet. Heute werden sie trotz ihrer portugiesischen Abstammung <i>Anglo Indians</i> genannt, zu denen alle gezählt werden, deren männliche Vorfahren in direkter Linie Europäer waren.
</p><p>In <a href="Malakka" title="Malakka">Malakka</a>, das über hundert Jahre unter portugiesischer Herrschaft stand, lebt noch heute eine Minderheit, die eine portugiesische Kreolsprache spricht. Auch Traditionen, wie das <i>Intrudu</i> (ein Wasserfest zum Beginn der christlichen Fastenzeit), der traditionelle Tanz <i>Branyu</i> und das Straßenfest <i>Santa Cruz</i> existieren bis heute.
</p><p>Weitere portugiesischstämmige Mestizen in Südostasien leben auf der indonesischen Insel <a href="Flores_(Indonesien)" title="Flores (Indonesien)">Flores</a>.
</p><p>1665 wurde von der <a href="Niederl%C3%A4ndische_Ostindien-Kompanie" title="Niederländische Ostindien-Kompanie">Niederländischen Ostindienkompanie</a> auf <a href="Kisar_(Indonesien)" title="Kisar (Indonesien)">Kisar</a> ein Militärstützpunkt errichtet. Gemeinsame Nachkommen der europäischen Soldaten und Einheimischen leben noch heute auf der Insel. Deutlich unterscheidbar von der ursprünglichen Bevölkerung sind die <i>Mestiezen van Kisar</i> aufgrund ihrer europäischen Familiennamen: Joostenz, Wouthyusen, Caffin, Lerrick, Peelman, Lander, Ruff, Bellmin-Belder, Coenradi, van Delsen, Schilling und Bakker. Die Bezeichnung <i>Mestize</i> wird hier noch mit Stolz getragen.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das niederländische Pendant zu den portugiesischen Topasse (siehe <a href="#Osttimor">Kapitel Osttimor</a>) im westlichen Timor und seinen Nachbarinseln waren die <i>Mardick</i>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Afrika">Afrika</h2></div>

<p>Die Inselgruppen <a href="S%C3%A3o_Tom%C3%A9_und_Pr%C3%ADncipe" title="São Tomé und Príncipe">São Tomé und Príncipe</a> und <a href="Kap_Verde" title="Kap Verde">Kap Verde</a> waren vor den portugiesischen Entdeckungsfahrten unbewohnt. Ab dem 15.&nbsp;Jahrhundert besiedelten die Portugiesen die Inseln und brachten schwarzafrikanische Sklaven aus Benin, Gabun, dem Kongo und Angola mit. Heute sind die Einwohner in ihrer großen Mehrheit <i>mestiço</i> (auch <i>crioulo</i>),<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> gemischter sub-saharanisch-afrikanisch-portugiesischer Herkunft (auf Kap Verde 71&nbsp;%<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>).
</p><p>Auch in den ehemaligen portugiesischen Kolonien auf dem afrikanischen Festland <a href="Angola" title="Angola">Angola</a> (2&nbsp;%<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>), <a href="Guinea-Bissau" title="Guinea-Bissau">Guinea-Bissau</a> (&lt; 1&nbsp;%<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>) und <a href="Mosambik" title="Mosambik">Mosambik</a> (0,2&nbsp;%<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>) bilden <i>mestiços</i> kleine, aber wichtige Minderheiten.
</p><p>Im frankophonen Afrika werden Personen afrikanisch-europäischer Abstammung <i>métis</i> genannt. In keinem Land ist ihr Anteil an der Bevölkerung höher als ein Prozent.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Kalaallit#Grönländer_und_Blandinger" title="Kalaallit">Blandinger</a></li>
<li><a href="Goa-Katholiken" title="Goa-Katholiken">Goa-Katholiken</a></li>
<li><a href="Kreolen" title="Kreolen">Kreolen</a></li>
<li><a href="Latino" title="Latino">Latino</a></li>
<li><a href="Mestizo-Musik" title="Mestizo-Musik">Mestizo-Musik</a></li>
<li><a href="Poulains" title="Poulains">Poulains</a></li>
<li><a href="Signare" title="Signare">Signare</a></li>
<li><a href="Turkopolen" title="Turkopolen">Turkopolen</a></li>
<li><a href="Zambo" title="Zambo">Zambo</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Eduardo Fonseca Jr.: <i>Brasil mestiço. Origens Raciais Brasileiras</i> (portugiesisch).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Mestize" class="extiw external" title="wikt:Mestize">Wiktionary: Mestize</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.mestizos.net/">Mestizos.net</a> (spanisch).</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.nacaomestica.org/">Nação Mestiço</a> (portugiesisch).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Arndt/Hornscheidt: <i>Afrika und die deutsche Sprache.</i> 2004, S. 179; Nataly Fletcher: <i>Más allá del cholo: Evidencia lingüística del racismo poscolonial en el Ecuador.</i> 2003 (spanisch; <a rel="nofollow" class="external text" href="http://sincronia.cucsh.udg.mx/fletcher03.htm">online</a> auf sincronia.cucsh.udg.mx).</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20180121071630/http://www.mestizos.net/article65.html"><i>El mestizaje en la América colonial.</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 21. Januar 2018 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) Mestizos.net, 23.&nbsp;August 2011.</span>
</li>
<li id="cite_note-Chile-3"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Chile_3-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Chile_3-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20070318052934/http://mazinger.sisib.uchile.cl/repositorio/lb/ciencias_quimicas_y_farmaceuticas/medinae/cap2/5b6.html"><i>Estructura racial.</i> Website der Universidad de Chile</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 18. März 2007 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>).</span>
</li>
<li id="cite_note-Argentinien-4"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Argentinien_4-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Argentinien_4-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.today/20120804/http://www.indigenas.bioetica.org/nota28.htm"><i>La identidad genética de los argentinos.</i> Bioetica.org</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 4. August 2012 im Webarchiv <i><a href="Archive.today" title="Archive.today">archive.today</a></i>).</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.cia.gov/the-world-factbook/countries/paraguay">CIA World Factbook: Mestize</a> (englisch)</span>
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<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.cia.gov/the-world-factbook/countries/costa-rica">CIA World Factbook: Costa Rica</a> (englisch)</span>
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<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.cia.gov/the-world-factbook/countries/el-salvador">CIA World Factbook: El Salvador</a> (englisch)</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.cia.gov/the-world-factbook/countries/guatemala">CIA World Factbook: Guatemala</a> (englisch)</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.cia.gov/the-world-factbook/countries/honduras">CIA World Factbook: Honduras</a> (englisch)</span>
</li>
<li id="cite_note-Fischer_2007-10"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Fischer_2007_10-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Fischer_2007_10-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Fischer_2007_10-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Fischer_2007_10-3">d</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Fischer_2007_10-4">e</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Fischer_2007_10-5">f</a></sup></span> <span class="reference-text">Fischer Weltalmanach 2007</span>
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</ol></div>
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